Kulinarische Weltreise: Georgisches Satsivi mit süßem Pilav-Reis

Neuer Monat, neues Ziel der kulinarischen Weltreise

Bestimmt kennst Du das Lied „Georgia on my mind“. Bei mir gibt es Georgien heute nicht nur in Gedanken, sondern auch auf dem Teller. Volker von Volker Mampft hat auch in diesem Monat wieder zur kulinarischen Weltreise aufgerufen und es geht virtuell nach Georgien.

Reisefieber? Kochlöffel statt Koffer!

Ich probiere unglaublich gerne neue Rezepte aus und entdecke fremde Küchen. Georgien kenne ich bisher nur vom Wein und aus einem eher umstrittenen Film („5 Days of War“). Aber da mein Reisefieber virusbedingt gerade besonders ausgeprägt ist, habe ich entschieden, mal nicht auf eine kulinarische Reiseerinnerung zurückzugreifen, sondern gleich in der Küche mit neuen Erinnerungen zu starten.

Satsivi und Pilav-Reis

So experimentierfreudig ich beim kochen bin, so wenig Lust hatte ich auf große Einkaufsexperimente. Ich habe also nach Rezepten geschaut, für die wir die Zutaten schon im Haus hatten.

Ich habe mich für Satsivi entschieden, das ist Hühnchen in einer relativ dickflüssigen Knoblauch-Walnuss-Sauce. Dazu reiche ich einen süßen Pilav-Reis mit getrockneten Tomaten und gedünsteten Äpfeln. Ich war mir nicht sicher, ob das wirklich zusammen passt, aber es ist beides einzeln richtig lecker und harmoniert perfekt zusammen.

Für vier Esser (oder zwei Tage für zwei) brauchst Du:

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Satsivi

4 Hühnchenbrüste
130 g Walnüsse
1/2 Bund Schnittlauch
2 rote Chillies
3 Knoblauchzehen
den Saft einer Zitrone
1 EL Olivenöl
1 Zwiebel
2 EL Mehl
500 ml Hühnerbrühe
Salz, Pfeffer, getrocknete Chilis
Estragon zum garnieren

Du brauchst außerdem: Eine Küchenmaschine (oder ein gutes Messer und Geduld), eine große Pfanne und einen Topf. Für beide Rezepte brauchst Du insgesamt knapp eine Stunde Zeit.

Süßer Pilav-Reis

250 g Basmatireis
100 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker (vertrau mir, das wird gut)
50-60 g getrocknete Tomate
2 Äpfel (gewürfelt)
Zitronenzeste (und ein Schluck Zitronensaft nach Geschmack)

Das lässt sich beides relativ gut nebenher zubereiten, den Reis kannst Du sonst auch schon vorbereiten. Wenn Dir der Reis zu experimentell ist, kannst Du stattdessen auch „nur“ Reis oder ein Fladenbrot reichen.

Und so geht’s:

Satsivi

Walnüsse in einer Küchenmaschine nach Geschmack verkleinern (im Thermomix etwa 5 Sekunden auf Stufe 3,5). Chilis entkernen, dann mit Schnittlauch, Knoblauch, Zitronensaft und etwa 125 ml der Hühnerbrühe dazu geben und so lange vermischen, bis es eine glatte Paste ergibt. Zur Seite stellen.

Hühnchen waschen und abtupfen, dann salzen und pfeffern und würfeln. In einer großen Pfanne einen Esslöffel Olivenöl erhitzen und Hühnchenstücke auf beiden Seiten bei mittlerer Hitze anbraten. In der Zwischenzeit Zwiebel und Knobauch fein hacken. Das Hühnchen zur Seite stellen.

Zwiebel und Knoblauch zum Restfett (oder einem neuen Esslöffen Olivenöl) geben und 5 Minuten bei geringer Hitze kächeln lassen, bis sie leicht braun werden.

Das Mehl zugeben und umrühren. Die restliche Hühnerbrühe nach und nach zugeben und aufkochen lassen. Da wir es gerne scharf mögen, habe ich noch ein paar schärfere getrocknete Chilis im Mörser gemahlen und untergerührt. Dann auf mittlere Hitze zurück gehen und die Satsivi-Paste aus der Küchenmaschine unterühren.

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Die Sauce muss richtig dick sein und soll schon an Rahm oder Chicken Korma erinnern.

Das angebratene Hühnchen dazu geben, die Sauce erneut zum Kochen bringen und dann ohne Deckel 30 Minuten köcheln lassen. Die Sauce ist fertig, wenn sie eine richtig dicke, fast schon pastenartige Konsistenz erreicht hat, die an Rahm oder ein gutes Chicken Korma erinnert.

Süßer Pilav-Reis

In der Zwischenzeit Wasser für den Reis aufsetzen. Den Reis waschen und mit einer Prise Salz nach Packungsanleitung kochen. Unter kaltem Wasser abspülen, abtropfen lassen und zur Seite stellen.

Die Äpfel würfeln. Butter in den Kochtopf geben und schmelzen lassen, dann die Apfelstückchen hinzufügen. Gut vermischen und 2 Minuten köcheln lassen. Vanillezucker nach und nach hinzugeben. Nun die getrockneten Tomaten hinzugeben, erneut mischen und für ein paar Minuten kochen lassen.

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Zum Schluss den gekochten Reis und die Zitronenzeste in den Topf geben und verrühren. Wenn Du magst, gibst Du noch einen Schluck Zitronensaft hinzu.

Es wird himmlisch duften!

Nun beides zusammen anrichten, Satsivi mit Estragon und etwas Schnittlauch garnieren, genießen und von Zeiten träumen, wenn wir wieder reisen können.

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Wie Du siehst, habe ich mich beim ersten Versuch noch nicht getraut, das direkt zusammen anzurichten. Beim Nachschlag sah das schon ganz anders aus…

Das Satsivi-Hühnchen habe ich zum Großteil nach dem Rezept von Julia von Vikalinka zubereitet, beim süßen Pilav-Reis habe ich mich grob am Georgian Journal orientiert. 

 

Die georgische Küche steckt voller kulinarischer Köstlichkeiten. Geh mit uns Bloggern auf die kulinarische Weltreise (einige von uns sind noch unterwegs, die Links gehen diesen Monat nach und nach online) und entdecke:

  • Susi, die Turbohausfrau lädt Dich zu Chatschapuri aus Germteig ein.
  • Britta von Backmädchen 1967 serviert ebenfalls Chatschapuri.
  • Bei Ulrike von Küchenlatein speisen wir Chartscho, eine scharfe georgische Rindfleischsuppe.
  • Ronald von Fränkische Tapas bietet uns Tschurtschchela an.
  • Bei Wilma von Pane Bistecca laden wir uns zu Shkmeruli, georgischem Huhn in Milch gekocht, ein.
  • Wilma serviert außerdem Chincali, georgische Dumplings.
  • Und weil aller guten Dinge drei sind, reicht sie außerdem georgische Auberginen.
  • Conny von Mein Wunderbares Chaos reicht uns ihre Version der Teigtaschen Chinkali.
  • Petra von Chili und Ciabatta lädt ebenfalls zum georgischen Huhn in Milch gekocht ein: Schqmeruli.
  • Simone von Zimtkringel bringt eine scharfe Würzpaste zur Reise mit: Adzhika.
  • In Susanne von Magentratzerls Topf köchelt Chartscho, ein georgischer Rindfleischeintopf mit Walnusssauce.
  • Ulrike von Küchenlatein hat für uns Kirschkuchen gebacken.
  • In Brittas Kochbuch steht das Rezept für Apfelkuchen.
  • Britta lädt außerdem zu Tschanachi aus dem Slow Cooker ein.
  • Turbohausfrau Susi bietet als zweiten Gang Badrijani Nigvzit, georgische Auberginenröllchen mit Walnussfüllung an.
  • Sylvia von Brotwein grillt für uns Mzwadi, georgische Schaschlickspieße.

 

31 Gedanken zu “Kulinarische Weltreise: Georgisches Satsivi mit süßem Pilav-Reis

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