Meine Blogbilanz für 2020

1. Was war 2020 Dein erfolgreichster Blogartikel?

Das war mein Rezept für das scharfe Paprikahuhn nach ungarischem Vorbild, mit dem ich im Januar an der kulinarischen Weltreise von Volkermampft teilgenommen habe.

2. Welche drei Deiner eigenen Blogartikel aus dem letzten Jahr haben Dir persönlich am meisten bedeutet?

Einer davon war mein Beitrag zu den zehn Schreibfehlern, die richtig nerven. Ich habe etwas gezögert, ob ich ihn veröffentlichen soll, weil ich Angst hatte, dass er falsch ankommt. Mir ging es nicht darum, jemanden in die Pfanne zu hauen, sondern mit einem Augenzwinkern mich selbst auch ein Stück weit auf die Schippe zu nehmen, denn mir als „Sprachtante“ mit einer Liebe zur Sprache und Literatur sind Rechtschreibung und Grammatik einfach wichtig. Tatsächlich hat der Beitrag recht viel Zuspruch erfahren und es gab etliche Kommentare mit Ergänzungsvorschlägen. Und das ist genau der Austausch, den ich am Bloggen so gerne mag.

Der zweite Beitrag, der mir sehr wichtig war, hieß Es gibt keine Versehen. Auf das Thema bin ich im Gespräch mit einer Kollegin gekommen, die meinte, dass es offenbar keine Versehen mehr gibt. Mir gefiel der Gedanke und ich habe das genutzt, um mal innezuhalten und zu reflektieren, wie ich über andere Menschen und deren Handlungen nachdenke. Es ist nicht immer alles böser Wille und wir stehen nicht alle unbedingt im Mittelpunkt des Universums der anderen.

Der dritte und persönlichste Beitrag war unser Schwarzbier-Schokoladen-Kuchen zum ersten Hochzeitstag. Wir wurden im Coronajahr kirchlich getraut, sind aber seit 2019 standesamtlich verheiratet. Da unsere Hochzeitstorte aus Platzgründen bei meinen Eltern eingefroren ist, brauchten wir eine Alternative zum Anschneiden.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben Dich am meisten inspiriert?

Einer davon war von Julia von Friedo Content mit dem Namen Happy internationaler Tag der unpopulären Meinungen. Den fand ich so herrlich erfrischend, weil ich als Bloggerin natürlich ebenfalls versuche, neuen Leserinnen und Lesern auch bereits bestehenden Content anzubieten. Und dafür bieten sich genau all die willkürlich wirkenden, kuriosen Feiertage an, die gerade auf Instagram so gerne gefeiert werden.

Mich hat der dreiteilige Beitrag von Bettina sehr berührt, in dem sie erzählt, wie sie die Alltagsfeierin geworden ist. Sie berichtet darin, wie sie sich ihrer Depression gestellt hat. Ich glaube, dass einige von uns Freunde oder Familienmitglied haben, die mit Erkrankungen leben, die man nicht unbedingt sieht. Ich fand diese sehr offenen und mutigen Beiträge von Bettina klasse, weil sie aufzeigt, dass es eben kein Manko und keine Schwäche ist, mit seiner solchen Erkrankung zu leben. Wir können und müssen nicht immer funktionieren.

Ebenfalls offen und wichtig war der Beitrag von Anna, in dem sie davon berichtet, wie sie sich geradezu aus der Not heraus selbständig gemacht hat. Sicherlich denken einige von uns immer mal wieder, dass das Leben einfacher wäre ohne Chef, der uns reinredet, ohne Prozesse, die uns von der Arbeit abhalten und überhaupt wäre doch alles leichter, wenn wir unsere Regeln selbst machen. Dass dem nicht so ist und dass das auch alles eine (finanzielle und Kraft-) Anstrengung ist, wird in diesem Beitrag sehr deutlich.

4. Welches der Rezepte, die Du 2020 veröffentlicht hast, hast Du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Das irische Sodabread mit Haferflocken habe ich gestern erst wieder gebacken. Ich liebe den Duft von frischem Brot, und da das Sodabrot nicht gehen muss, ist es innerhalb von 45 Minuten warm auf dem Tisch. Perfekt zum Neujahrsbrunch, wenn man bei Schneegestöber nicht mehr aus dem Haus will oder wenn die Buttermilch weg muss.

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat Dich 2020 beschäftigt? Und hast Du es gelöst?

Was mich beschäftigt hat, waren einerseits meine Followerzahlen auf Instagram. Zum dritten Blog-Geburtstag habe ich im August meine erste Insta-Challenge unter dem Titel Meine Tasse Kaffee lang gestartet. Seit dem Sommer habe ich etwas mehr als 50 Prozent neue Follower dazu gewonnen – und darauf bin ich durchaus stolz. Meine zweite Herausforderung ist der Blogumzug auf die neue Domain – ich möchte endlich selbst hosten, stecke aber noch mit ein paar Problemchen im Umzug fest. Das werde ich 2021 intensiver angehen und endlich abschließen .

5. Was war Deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat Dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Da muss ich sofort an die Kulinarische Weltreise denken – auch wenn es keine exotische Zutat war. Ich habe 2020 meine Pastamaschine wiederentdeckt. Als ich die Mantı für die Reise in die Türkei vorbereitet habe, habe ich mich etwas geärgert, den Teig per Hand auszurollen. Für meine Piroggen bei der Reise nach Polen habe ich die Pastamaschine ausgepackt. Seitdem denke ich immer wieder an die Ravioli, die ich vor einigen Jahren bei einem Kochkurs in Florenz gemacht habe.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind?

Der vermutlich ungewöhnlichste Suchbegriff war Knut Ikea. Aber wer Schweden liebt, hat natürlich auch dazu einen Beitrag im Fundus.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2021?

Ich wünsche mir, dass wir uns unter Bloggerinnen und Bloggern unterschiedlicher Schwerpunkte und Nischen auch 2021 weiter vernetzen – miteinander können wir einfach deutlich mehr erreichen als gegeneinander. Ich freue mich darauf, meine Leserinnen und Leser noch besser kennenzulernen.

Auf ein spannendes Jahr 2021! Danke, dass Du hier bist und meine Geschichten, die eine Tasse Kaffee lang sind, liest.

Danke an Steffen und Sabrina für die Einladung zur Foodblogger-Bilanz.

4 Gedanken zu “Meine Blogbilanz für 2020

  1. Liebe Carina,
    ich finde, du hast sehr schöne Artikel ausgesucht. Einiges davon berührt mich auch. Der Schreibfehlerartikel sprach mir aus der Seele ;).
    Ich freue mich, dass wir uns hier gefunden haben und sehe es wie du: Ich mag echten Austausch.
    Viel Erfolg weiterhin und alles Liebe,
    Nicole

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  2. Pingback: Foodblogbilanz 2020 | Feed me up before you go-go

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