„Das Eis-Schloss“: Eine Leseempfehlung

Heute öffnet Alexandra das 16. Türchen des gebloggten Adventskalenders für Dich. Sie bloggt als Leseratte seit 2013 auf ReadPackBlog über Bücher, die sie begeistern. Für Alexandra zeichnen sich gute Bücher durch besondere Ideen, außergewöhnliche Protagonisten oder eine Atmosphäre, die sie mitreißt, aus.

Alexandra engagiert sich mit Sensitivity Reading für Inklusion in der Literatur. Aus ihrer Sicht gibt es nur wenige Figuren mit Behinderung in Büchern. Das bedeutet, aber auch, dass diese oft als Stereotypen dargestellt werden. Ihr geht es im Sensitivity Reading nicht um eine Zensur. Vielmehr berät sie Autorinnen und Autoren und zeigt auf, welche Formulierungen unglücklich sind oder auch beleidigend wirken können.

Und sonst so? Alexandra macht wunderbare Fotos für ihre Buchrezensionen, daher solltest Du ihr auf jeden Fall auch auf Instagram folgen.

Das Eis-Schloss

Heute möchte ich kein ausgesprochenes Weihnachtsbuch vorstellen, aber eine poetische kleine Geschichte für ruhige Winterabende und stille Momente in Erinnerung rufen.
Ursprünglich wurde “Das Eis-Schloss” von Tarjei Vesaas bereits 1965 in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Erst im letzten Jahr wurde das Buch aber vom Guggolz Verlag (schaut euch den mal an, die Bücher sind kleine Kunstwerke) neu aufgelegt und erhielt durch den Gastland-Auftritt Norwegens auf der Frankfurter Buchmesse 2019 auch noch einmal die Aufmerksamkeit der Leser und Leserinnen. Zum Glück.
So habe ich diese poetische, zarte Erzählung nämlich ebenfalls entdeckt.

Der Roman erzählt die Geschichte zweier Mädchen: die aufgeweckte, lebhafte Siss und die stille, in sich gekehrte Unn. Unn ist nach dem Tod ihrer Mutter eben erst ins Dorf gezogen (sie lebt jetzt bei ihrer Tante) und gerade nähern sich die Mädchen einander an, werden Freundinnen. Dann verschwindet Unn spurlos und bringt Siss Welt erneut ins Wanken.

Ein berührendes Buch über Trauer und Erwachsenwerden tief im norwegischen Winter. Bildhaft und mit klaren Sätzen wird die eisige Szenerie und die tragische Geschichte gezeichnet. Nicht fröhlich oder idyllisch wie im Märchen, aber bewegend und dramatisch. Eiskalt und trotzdem schön.

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