Der Weihnachtsfrieden

„Ein friedvolles Fest“ wünschen wir uns am Jahresende. Die Finnen nehmen das offenbar noch ernster als wir. Denn in Finnland ist der Weihnachtsfrieden von Turku Tradition – und das schon seit 1320.

Das Foto ist von Jonathan Meyer auf Unsplash.

Am 24. Dezember verliest der Direktor der Stadtverwaltung zur Mittagszeit eine Botschaft, die aus dem Mittelalter kommt. Diese mahnt zum Weihnachtsfrieden, der drei Tage andauert. Viele Finnen hören vor Ort zu, andere verfolgen die Botschaft im Radio oder vor dem Fernseher. Nach der Lesung wird traditionell die Nationalhymne gespielt.

Das Foto ist von Joakim Honkasalo auf Unsplash.

Der Weihnachtsfrieden bedeutet den Finnen offenbar sehr viel. So wurden zumindest früher die, die gegen ihn verstoßen haben, deutlich härter bestraft. Die Idee ist eigentlich recht simpel: Zu Weihnachten soll man sich von seiner besten Seite zeigen. Das bedeutet, an den Feiertagen keine Verbrechen zu begehen, hat aber auch Auswirkungen im Kleinen: Geschwister sollen nicht streiten.

Übrigens gibt es auch in Deutschland einen Weihnachtsfrieden. Die Finanzverwaltungen der Bundesländer sehen zwischen Mitte Dezember und Neujahr – außer bei Verjährung – von Unangenehmem ab, also etwa von Mahnungen oder Haftungsbescheiden. Hättest Du das gewusst?

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