Schwedische Weihnachtstraditionen

Was haben unsere Nachbarn im Norden, um genauer zu sein die Schweden, eigentlich für Weihnachtstraditionen?

So stark unterscheiden sie sich nicht von den deutschen Traditionen, aber etwas anderes sind sie dann doch schon.

Julkalender – Adventskalender

Die Weihnachtszeit beginnt auch in Schweden mit einem Adventskalender.
Diese Tradition stammt ursprünglich aus Deutschland und begann mit einem Papierkalender.

Heute findet man aber auch Schokoladenkalender, Fotokalender und auch einen Julkalender im Fernsehen, der jedes Jahr ein Ereignis ist und von ganz Schweden geschaut und diskutiert wird.

Schwedischer Julbock

Der schwedische Julbock

Julbock

Bevor der Weihnachtsmann die Geschenke gebracht hat, brachte der Julbock die Geschenke zu den Kindern. Das ist aber schon einige Zeit her. Und heute gibt es den Julbock nur noch als Strohdeko während der Weihnachtszeit. Du hast ihn sicherlich schon mal gesehen.

Lucia

Ein wichtiger Teil der schwedischen Vorweihnachtszeit ist der Lucia-Tag am 13. Dezember. Eine sizilianische Heilige, die Lucia, bringt mit ihrem Gefolge Licht in die Dunkelheit. Und davon gibt es in Schweden zu der Jahreszeit reichlich. Lucia wird nicht nur privat in der Familie, sondern auch in der Gemeinde, Schulen, Kindergärten, Firmen und Kirchen gefeiert. Speziell für diesen Tag gibt es auch ein Hefesafrangebäck, die Lussekatter.

Kalle Anka – Donald Duck

Eine etwas andere Weihnachtstradition gibt es in Schweden. Denn dort wird seit 1960 im schwedischen Fernsehen immer am 24. Dezember um 15:00 Uhr ca. 60 Minuten lang eine Disney-Sendung gezeigt.

„Kalle Anka och hans vänner önskar God Jul“ (Donald Duck und seine Freunde wünschen Frohe Weihnachten) ist der Kult zu Weihnachten in Schweden.

Es werden verschiedene Ausschnitte aus Disney-Filmen gezeigt. Es sind zum Großteil immer die gleichen Sequenzen, nur ab und zu wird mal etwas ausgetauscht.

Auch wenn jedes Jahr ungefähr das gleiche Programm läuft, schaut eigentlich jeder 2. Schwede diese Sendung.

Julklappar – Weihnachtsgeschenke

In Schweden werden, genauso wie in Deutschland, die Geschenke auch am 24. Dezember vom Weihnachtsmann gebracht. Entweder kommt der Weihnachtsmann persönlich vorbei, also jemand, der engagiert wurde, diese Rolle zu übernehmen 😉, oder die Geschenke werden auch unter den Weihnachtsbaum gelegt.

Am Tag vor dem Heiligen Abend werden die Geschenke alle schön verpackt und es werden sich kleine Reime ausgedacht, die auf Zetteln an den Geschenken hängen. Diese Reime geben kleine Hinweise, was in dem Geschenk sein könnte. Somit wird das Auspacken der Geschenke dann auch noch zu einer großen Raterunde, wo jeder mitmachen kann.

Julgran – Weihnachtsbaum

Wie der Adventskalender kommt auch die Tradition des Weihnachtsbaumes aus Deutschland. Die Dekoration hat sich im Laufe der Zeit seit dem 15. Jahrhundert etwas gewandelt. Hängte man zuerst noch Selbstgemachtes oder importierte Dekoration aus Deutschland in den Baum, ging man später dazu über, den Baum mit schwedischen Flaggen zu schmücken. Heutzutage werden aber auch neben den Lichtern Kugeln und Glitter in den schwedischen Weihnachtsbaum gehängt.

Und am 13. Januar, 20 Tage nach Weihnachten, wird der Baum dann rausgeschmissen. Auch dies wird gefeiert. Wenn es der Platz hergibt, dann wird um den Weihnachtsbaum getanzt, es werden Spiele gespielt und der Weihnachtsbaum wird geplündert. Vor allem für die Kinder toll, da dann viele Süßigkeiten abfallen.

Schwedisches Weihnachtsessen - Julbord

Das Julbord bietet so viel Auswahl, dass es sogar eine Reihenfolge für die vielen Leckereien gibt.

Julbord – Weihnachtsbuffet

Und was gibt es bei den Schweden zu Weihnachten zu essen? Denn auch das ist doch ein sehr wichtiger Punkt an den Feiertagen. In Schweden gibt es meistens ein reichlich gefülltes Buffet, das keine Wünsche offenlässt. Das wird Julbord, also Weihnachtstisch, genannt.

Da es so viele Speisen gibt, gibt es sogar eine Reihenfolge, in der die Speisen zu essen sind. Als erstes stehen kalte Gerichte auf dem Plan wie zum Beispiel verschiedene Sorten eingelegter Hering, Heringssalat, Lachs, Sülze, Gewürzbrot und Knäckebrot mit Butter und Käse.

Danach kommen dann warme Leckereien wie der Weihnachtsschinken, Janssons Frestelse, Prinzenwürstchen, Köttbullar, Kohl (als Braunkohl, Grünkohl oder Rotkohl, je nach Region und Familientradition) und Rippchen auf den Teller. Als Nachtisch wird meist Milchreis oder auch Ris à la Malta serviert. Natürlich dürfen auch Weihnachtssüßigkeiten wie Knäck nicht fehlen.

Zu trinken gibt es auch etwas: Bier, Glögg oder den schwedischen Julmust. Ein Limonadengetränk das Malz enthält und das es nur zu Weihnachten und Ostern gibt.

Ach ja, der kleine Absacker zwischendurch darf natürlich auch nicht fehlen.

Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig in die schwedischen Weihnachtstraditionen einführen.

Die Autorin:

Henrike bloggt auf Einfach Schweden. Auf Facebook findest Du ihren Blog unter EinfachSchweden.de, auf Instagram postet sie unter einfachschweden.

2 Gedanken zu “Schwedische Weihnachtstraditionen

  1. Pingback: Adventskalender 2019: Ein Rückblick | Coffee to stay

  2. Pingback: EinfachSchweden feiert den 3.Geburtstag | einfachschweden.de

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