Die Dunkelheit erhellen

Tausend Weihnachtslichter leuchten

Es ist Winter. In Schweden ist es dunkel und kalt. Doch am 13. Dezember erleuchtet ein Mädchen die winterliche Dunkelheit. Sankta Lucia trägt einen Kranz mit echten, brennenden Kerzen auf dem Kopf und ein weißes Kleid. Gemeinsam mit ihrem ebenfalls weiß gekleideten Gefolge singt sie schwedische Weihnachtslieder. Dazu gibt es Glögg, Pepparkakor und Lussekatter, also Glühwein, Pfefferkuchen und ein spezielles Hefegebäck in S-Form mit Safran. Herrlich!

Hoffnung und Magie

Das Luciafest am 13. Dezember ist voller Licht und Magie. Mitten im Dezember steht es für Hoffnung, gegen die Angst vor und in Kälte und Dunkelheit. Schwedische Lieder im Advent spiegeln genau das wieder: „Nu tändas tusen juleljus“ – es leuchten tausend Weihnachtslichter. Sie leuchten in der Dunkelheit, sie erleuchten den Himmel, aber vor allen Dingen geben sie den Menschen Hoffnung. Ich kenne etliche Menschen, die mit dem Winter nicht gut klarkommen. Denen es zu früh dunkel, zu kalt, zu feucht und im Jahresendspurt zu anstrengend ist. Und Winterdepression ist ja kein erfundenes Wehwehchen. Licht hilft, es erhellt nicht nur wortwörtlich die dunklen Stunden, es erhellt ab einer gewissen Lux-Zahl auch das Gemüt.

Licht in der Dunkelheit

Nicht nur Lucia bringt Licht ins Dunkel. So werden in diesen Tagen die Menschen allgemein zugänglicher, man möchte fast sagen „weich im Herzen“. Liegt es daran, dass das Jahr anstrengend war und wir uns auf den bevorstehenden Neuanfang freuen? Macht uns der Glühweinduft um uns herum milde? Ist es das Weihnachtsgeld auf dem Konto, dass uns in diesen Zeiten des Konsums finanziell so entlastet, dass wir weniger Grinch und mehr Mensch sind? Ich weiß es nicht und sicher ist es für jeden anders. Aber eines weiß ich ganz sicher: Wo in diesen Tagen ein warmes Licht brennt, sei es ein Herrnhuter Stern, ein Adventskranz, oder das Licht im Backofen mit leichtem Plätzchenduft, es liegt ein Versprechen in der Luft. Von Ruhe, von Gemütlichkeit und von zu Hause.

Wenn Du in diesen Tagen wegfährst, nach Hause, zu Deinen Eltern, zu Freunden oder in den Urlaub: Schau Dir die Lichter genau an. Zünde eine Kerze an. Denk an Deine Lieben. Saug die Hoffnung und die Wärme auf. Denn genau die brauchen wir im Januar ganz sicher wieder. Ich wünsche Dir noch eine schöne restliche Adventszeit.

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Ein Gedanke zu “Die Dunkelheit erhellen

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