Es begab sich aber zu der Zeit…

Weihnachtsängste

Ihr kennt das. Die Zeit, in der Mütter sich Stress in der Küche machen, denn a) das Kind (wahlweise die Kinder) ist (sind) endlich mal wieder zu Besuch, b) man will es auch Schwiegers recht machen (ohnehin manchmal schwer) und c) es ist doch Weihnachten.

Darüber schwebt die Sorge, dass man die falschen oder nicht genügend Geschenke besorgt hat, das Outfit nicht passt oder (meine persönliche Sorge) die Predigt am Heiligabend in der Kirche oll ist. Kennt Ihr das? Diese Pfarrer,  die Weihnachten und das geradezu „ausverkaufte“ Gotteshaus zum Anlass nehmen, Politik zu machen? Die ihre Schäfchen dafür offenbar bestrafen wollen, nur unregelmäßig zu erscheinen, indem sie von Weltfrieden, Koalitionsgesprächen (kein Witz, kürzlich erst erlebt!) oder sonstigen Highlights erzählen. Und das nicht nur der Kanzel wegen von oben herab. Unnötig. 


Das Steckbord hat keine Umlaute. Ärgerlich, schult aber das Erinnerungsvermögen beim Lernen…

Alternativ: Weihnachten auf skandinavische Art?

Ich mag volle Kirchen,  Kerzen, warmes Licht, Lieder, die mit ganz großen Chören und Orchestern gesungen werden, große Familien (hier eher der Wunschtraum, wir sind als Vollversammlung in drei Generationen zu viert). Ich mag dieses warme Gefühl im Herzen. Das ist es wohl, was die Dänen Hygge nennen. 

In Schweden trägt am 13. Dezember die Sancta Lucia brennende Kerzen auf dem Kopf und dazu wird gesungen. Herrlich. In Island schenkt man sich traditionell am Weihnachtsabend Bücher und isst Schokolade. Ein Traum. 

Ein Teil von mir stellt sich die Weihnachtszeit gerne so vor wie im Video zu Whams „Last Christmas“, eine Hütte fernab von der Zivilisation, Schnee, ein warmer Kamin und Wollsocken. Dazu große Tassen Tee und einige gute, fette Bücher.

Es ist so einfach, glücklich zu sein. Und weil ich die Dänen zwar mag, ihre Sprache aber für völlig verquer halte, bleibe ich statt Hygge bei meinen geliebten Schweden und mach’s mir Lagom [das gesunde Mittelmaß, die eigene Mitte, der beste Mittelweg]: genau richtig, nicht zu viel und nicht zu wenig. Aufwand ja. Schickes Outfit ja. Ein bisschen Stress schon. Aber nicht zu viel. 

Ich wünsche Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest mit Zeit für Euch selbst, Zeit mit der Familie, Zeit zum Innehalten, Zeit für gute Gespräche und den Blick für das wirklich Wichtige. God Jul und macht’s Euch Lagom.

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