Danke

Heute ist internationaler Tag des Ehrenamtes. Wusstet Ihr nicht? Nicht schlimm, das stand heute früh bei mir auch noch nicht im Kalender.

Ehrenamt und Social Media

Gerade heute unterhielt ich mich mit einer Freundin darüber, wie das so ist mit dem Engagement. Sie ist bei der Freiwilligen Feuerwehr. Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass nicht nur die zu Recht gelobte Münchner Polizei beim Amoklauf im Juli 2016 [YouTube] ihre Social Media Aktivitäten hochgefahren hat, sondern auch diverse Feuerwehren in Deutschland. Ich finde das gut. Ich gehöre nicht zu den Gaffern. Ich filme und fotografiere keine Unfälle – ganz ehrlich: ich bin froh, wenn davon niemand, den ich kenne, betroffen ist. Außerdem frage ich mich immer: Was machen die Leute mit den Fotos? Zeigen die das am Sonntag bei der wöchentlichen Kaffeerunde ihrer Oma? „Nimm doch noch ein Stück Streuselkuchen, Junge, Du bist so mager“. „Guck mal, voll das Opfer, voll Blut und so…“ [Vielleicht sieht man an der Wortwahl schon, welches Bildungsniveau ich diesen Leuten zuordne.]

Das Ende der Ignoranz 

Ich finde es allerdings gut, dass es offizielle Fotos von Einsätzen gibt, sei es von der Polizei oder der Feuerwehr oder auch der Bundeswehr. Denn so entscheidet vielleicht jemand über die schützenswerte Privatsphäre von Unfallopfern beispielsweise. Und so werden diese Einsätze dokumentiert und auch greifbar für uns Außenstehende. Denn ich habe mir ehrlich gesagt vor einem Bericht der Heidenheimer Feuerwehr [Facebook] diese Woche noch nie Gedanken darüber gemacht, ob, wie und dass völlig legitim parkende Autos bei einem Feuerwehreinsatz morgens um 2 Uhr eben auch im Weg sein können. Deutlich kurioser fand ich, dass es wohl Menschen gibt, die sich über nächtliche Sirenen aufregen. Im Ernst?

Danke

Jedenfalls nehme ich den Tag als Anlass, Euch allen Danke zu sagen. Danke, dass „wir im Schützenverein“ (Zitat eines Kollegen bei der Freiwilligen Feuerwehr) nachts ruhig schlafen können, weil Ihr auf Euren Schlaf verzichtet. Und auch Bilder ertragt, die leider nicht ganz so schnell wieder weg gehen. Und all das, wo auch Ihr ein normales Leben „nebenher“ habt. Danke an die, die bei Überschwemmungen nächtelang fremde Keller auspumpen und sich erst danach um den eigenen kümmern. Und an die, die in manchen Nächten einen Piepser am Bett haben, weil sie ehrenamtliche Seelsorger sind. Die sich in den frühen Morgenstunden die Sorgen und das Leid Fremder anhören, weil diese vielleicht sonst niemanden haben, mit dem sie reden können oder wollen.

Danke von einer, die sich in Vereinen engagiert, wo es nicht weh tut. Ich hoffe, dass wir mit unserer Musik anderen Freude und Glück und sowas bringen können. Aber Ihr gebt viel mehr. DANKE.

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